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Dafür, daß man auf fast jedem Con mindestens einen oder zwei Pfeile verliert, sind die Dinger verflucht teuer. Bei 20,- bis 25,- Mark pro Pfeil oder Bolzen sind das schon mal 50,- Mark mehr die dieser Con dann gekostet hat. Aus diesem Grund bastel ich meine Pfeile und Bolzen selber. Jetzt schreien bestimmt wieder ein paar Leute, daß selbstgebaute Pfeile eine Gefahr für die Menschheit sind. Tja, dazu kann ich nur sagen, daß die "Profi"-Pfeile viel eher eine Gefahr sind. Die viel zu dünnen Schäfte sind aus billigem Holz, deren Maserung meist leicht schräg zur Längsachse des Schaftes verläuft. Bricht der Pfeil also, entsteht dabei eine langezogene, abgeschrägte Bruchkante - eine perfekte Pfeilspitze. Da ist jedes Sperrholz aus dem Baumarkt besser als diese Schäfte - abgesehen von den unverschämt teuren Pfeilen mit Fiberglasschäften. OK, kommen wir zum
Bastelteil: Geht in den Baumarkt und fragt dort nach Rundhölzern.
Für Pfeilschäfte empfehle ich 10 mm starke Rundhölzer aus
Buche oder einem anderen Holz mit sehr dichter Maserung. Fichte ist absoluter
Schrott und für Pfeile ungeeignet. Bei Bolzen verwende ich 14 mm
starke Schäfte, auch aus Buche oder entsprechendem Holz. Pfeile sollten Schäfte
mit 80 cm bis 100 cm länge haben. Längere Pfeile sind bei dieser
Schaftstärke nicht anzuraten, da der Pfeil zu schwer wird und zu
viel Momentum aufnimmt. Dadurch wird der Pfeil viel zu gefährlich
um ihn zu verwenden. Armbrustbolzen sollten eine Schaftlänge von ca. 30 cm haben. Das ist zwar ein gutes Stück länger als normale Armbrustbolzen, aber sie fliegen auch dementsprechend besser und weiter. Ein wichtiger Punkt bei den Bolzen ist, daß Ihr euere Armbrust modifizieren müßt, da die Bolzenauflage einer ArrowCaster-Armbrust nicht tief genug ist. Ihr solltet sie also von einem Schreiner ausfräsen lassen. Ich schlage eine Rinne von 16 mm Breite und 5 mm Tiefe vor. Habt Ihr die Schäfte zurechtgeschnitten, könnt Ihr anfangen die Lederauflagen zurechtzuschneiden. Auch hier kann das Leder wieder durch Gummimaterialien ersetzt werden. Weiches, faserverstärktes PVC-Material von mindestens 4 mm Dicke kann anstatt Leder verwendet werden. Lederauflagen sollten aus mindestens 3 mm starkem Sohlenleder oder Kernleder bestehen. Das Leder wird kreisrund ausgeschnitten, mit einem Durchmesser von mindestens 50 mm. Nehmt eine Aale und bohrt damit ein Loch durch das Leder und ein kleines Loch in die Spitze des Schaftes. Klebt das Leder genau mittig auf den Schaft und nagelt es mit einem Polsternagel von mindestens 10 mm Länge fest. Der Kopf des Nagels sollte einen Durchmesser von mindestens 5 mm Durchmesser haben und flach sein. (Bild74 - Bild 75) Sitzt diese gesamte Konstruktion, braucht Ihr kreisförmige Schaumstoffstücke. Der Schaumstoff, der direkt auf dem Leder liegt, sollte sehr viel stabiler sein als normaler Waffenbau-Schaumstoff. MOS-Schaumstoff ist hierfür hervorragend geeignet und Ihr könnt das Zeugs in fast jedem Bastelgeschäft kaufen. Die erste Scheibe, in der Graphik weiß, sollte mindestens 10 mm stark sein. Auf diese Scheibe klebt ihr dann ein tonnenförmiges Stück Polsterschaumstoff - kein Waffenbau-Schaumstoff. Hinter der Lederscheibe klebt Ihr dann noch ein Stück Rohrisolierung oder MOS-Schaumstoff um den Schaft der Waffe. (Bild 76 - Bild 77 - Bild 78 - Bild 79) Wie Ihr den Bolzen dann im Endeffekt verziehrt ist egal, kommt aber auf keinen Fall auf die Idee, den Bolzen aerodynamisch zurechtzuschneiden. Das vordere Ende muß immer flach bleiben, so daß keine stumpfen Augenverletzungen entstehen können. Fletchings könnt Ihr in fast jedem Sportgeschäft kaufn, daß mit Sportwaffen, speziell Bögen, handelt. Der Einschnitt am hinteren Ende des Schaftes kann entweder von Hand gesägt und abgeschliffen werden, oder Ihr kauft im Sportgeschäft, wo Ihr auch die Fletchings gekauft habt, entsprechende Plastikaufsätze, "Nocken" genannt. Solltet es diese Aufsätze dort nicht geben, könnt Ihr in den nächsten Drachenladen (Flugdrachen...) gehen und dort Seilführungen kaufen. Diese Seilführungen sind ein passabler Ersatz für die normalen Nocken. Für Fletchings habe ich noch keine brauchbaren Ersatzmaterialien gefunden und mit normalen Federn wird es etwas schwer und aufwendig. Außerdem gehen Echtfeder-Fletchings unter Live-Rollenspiel-Bedingungen viel zu leicht kaputt (obwohl ich selber fast alle meine LARP-Pfeile mit echten Federn befiedere. Es sieht einfach hundertmal besser aus. |
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