|
Äxte werden ähnlich wie Schwertklingen gebaut. Zuerst sollte man sich aus dicker Pappe eine Schablone für das Axtblatt ausschneiden. Je stabiler die Pappe, um so besser. ich verwende Zeichenkarton, da dieser extrem fest und schnittresistent ist. Der Grund dafür ist ziemlich einfach: Wenn ich einmal eine gute Form für eine Axt gefunden habe, verwende ich sie gleich für eine ganze Reihe von Äxten. Nun werden mit dieser Schablone drei Formen ausgeschnitten. Auf eine der Schablonen wird der Kernstab aufgelegt und angezeichnet. Der angezeichnete Bereich wird dann ausgeschnitten und der Kernstab wird in die Form eingeklebt wie es Bild 26 zeigt. Im Endeffekt sollte das Ergebnis - zumindest bei einer einseitigen Axt - aussehen wie Bild 27. Jetzt sollte man sich ein circa 30 cm langes Stück Fiberglasband mit 25 mm Breite abschneiden und von der einen Seite der Waffe über das Ende des Kernstabes auf die andere Seite des Axtblattes kleben (Bild 28 und Bild 29). Diese Fiberglasband soll nachher verhindern, daß der Kernstab bei einem Stoß mit dem oberen Ende der Waffe nicht ausbricht und den Gegner verletzt. Um den Axtkopf nach oben abzusichern wird jetzt ein 10 mm hoher, 10 mm breiter Streifen Plastazote abgeschnitten, der genauso lang ist wie das Axtblatt momentan ist. Dieser Streifen wird oben auf den Rohling aufgeklebt, wie es auf Bild 30 zu sehen ist. Sobald der Streifen befestigt ist, wiederholt man die gesamte Prozedur mit einem gleichgroßen Streifen Evazote, da Evazote weicher ist als Plastazote und die Schläge mit der Axt damit nicht so hart erscheinen. Das sieht dan aus wie Bild 31 und Bild 32. Vorne und hinten am Axtblatt werden jetzt Evazote-Streifen angeklebt. Der vordere Streifen Evazote sollte mindestens 30 mm breit sein um Schläge gut abfedern zu können. Der hintere Streifen muß nur 10 mm dick sein, da mit dieser Seite bedeutend seltener zugeschlagen werden dürfte. Das Ganze sollte aussehen wie Bild 33 und Bild 34. An dieser Stelle gibt es eine Möglichkeit, die nicht illustiert wurde: Auf die waagrechten Schaumstoffstreifen kann man verzichten und später, wenn der komplette andere Teil der Axt fertig ist, senkrechte Schaumstoff-Streifen aufkleben, die somit meist im 90° Winkel zum Schlag liegen und aus diesem Grund auch länger halten. Bild 35 zeigt wie jetzt ein Fiberglas-Streifen auf jeder Seite über den Kernstab geklebt wird um ein seitliches Ausbrechen des Kernstabes zu verhindern. Wenn dieses Fiberglas-Streifen getrocknet sind werden im 90° Winkel zum ersten Fiberglasstreifen zwei weitere Fiberglasstreifen pro Seite aufgeklebt, die die Klinge stabilisieren sollen. Das sollte aussehen wie auf Bild 36. Über diese beiden Fiberglasstreifen wird ein dünnes Stück Leder aufgeklebt (Bild 36 und Bild 37). Das Leder sollte nicht mehr als 1 mm stark sein, da es ansonsten zu sehr aufträgt und durch die oberen Schichten der Klinge sichtbar ist. So, jetzt ist die Klinge wirklich mehr als genug stabilisiert und wir können zu den Abdeckungen auf beiden Seiten kommen. Wie üblich sollte der gesamte Rohling jetzt mindestens einen Tag liegen bleiben und ausdampfen. Tut euch selber einen Gefallen und stellt den Rohling nicht in euer Schlafzimmer - Toluol-Dämpfe sind alles andere als gesund und niemand will sich die Leber ruinieren. Um den Rohling für den nächsten Schritt zu präparieren sollte er in der ersten Nacht unter einem schweren Buch (am besten unter einem Stapel schwerer Bücher) liegen, das mit 6-seitigen Würfeln stabilisiert wird. Das drückt die einzelnen Stabilisierungsbänder besser platt und die gesamte Waffe wird nachher schöner. Ist der gesamte Rohling abgetrocknet, werden die Flächen des Axtblattes mit Pattex dünn eingestrichen. 10 Minuten warten und dann die Axtblätter oberhalb und unterhalb des Kernstabes ankleben wie es in Bild 40 und Bild 41 zu sehen ist. Drückt die Teile des fertigen Axtblattes möglichst fest aufeinander. wer sehr extrem werden will, legt das ganze zwischen zwei Bretter und fährt ein oder zweimal mit dem Auto drüber. Der Rohling sollte jetzt wieder mindestens einen Tag stehen und ausdampfen. Sobald der Rohling genügend getrocknet ist, könnt Ihr anfangen die Klinge heraus zu schneiden. Da die Klinge relativ kurz ist, kann sie relativ einfach mit Cutterklingen geschnitten werden. Trotzdem finde ich schleifen immer noch besser, wie es auf Bild 42 zu sehen ist. Am Schluß sollte das gesamte Axtblatt so wie Bild 43 aussehen. Allerdings sollte es etwas schlanker sein. Jetzt könnt Ihr mit 2 mm starken Schaumstoffmatten beginnen, das Axtblatt zu verziehren. Was für weitere Möglichkeiten zum Verziehren einer Polsterwaffe bestehen, könnt ihr im Kapitel Verzierungen nachlesen. Solltet Ihr vorhaben, eine Doppelaxt zu basteln, könnt Ihr die gleiche Methode verwenden, nur solltet Ihr die Leder- und Fiberglasbänder dementsprechend verlängern. Ich hab mal vier verschiedene Axtblattformen, die ich fast immer verwende, habe ich hier abgelegt: Form 1 - klassische
Schmetterlingsaxt mit Panzerspitze Der gesamte Griff der Axt kann entweder wie eine Schwertklinge aufgebaut werden und dann wie ein Holzgriff zurechtgeschnitten werden, oder er wird aufgebaut wie ein Kampfstab. Wie so ein Axtstiel genau konstruiert werden sollte, könnt Ihr im Kapitel Stangenwaffen - Axtstiele lesen. Auch hier fehlt wieder jede Menge Text... wenn also jemandem noch etwas wichtiges einfällt, schickt mir bitte eine E-Mail und schreibt rein, was ihr hier noch gerne sehen würdet. Wie üblich ist der E-Mail-Link oben bei der Inhaltsangabe. |
|