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Nur um von Anfang
an alles zu klären: Das weiße Material mit den leichten,
grauen Flecken drin soll der Kernstab sein. Das leicht graue Material
mit den mittelgrauen Flecken soll das Plastazote darstellen und das
dunkelgrau-braune Material mit den dunkleren Flecken soll das Evazote
darstellen. Gelbe, leicht durchsichtige platten zwischen den Bauteilen
sollen Pattex-Klebestellen andeuten. Ab und zu gibt es
auch dünne Streifen eines Materials, daß wie der Kernstab
aussieht - das soll die Fiberglasbänder darstellen, die zum Verstärken
der Klingen verwendet werden. Braune Flächen sollen die Lederverstärkungen
andeuten, die zum Bau der Klingen verwendet werden. Rote Linien deuten Schnittlinien an, meistens ist auf den Bildern aber auch eine Cutter-Klinge zu sehen. Als erstes sollten die einzelnen Komponenten der Klinge ausgeschnitten werden. Die Seitenteile, bestehen aus zwei Schichten verschiedenem Schaumstoff: Eine innere Lage aus Plastazote und eine äußere Lage aus Evazote. Die innere Lage ist 10 mm hoch und mindestens 5 mm dick, die äußere Lage aus Evazote ist auch 10 mm dick und ungefähr halb so breit wie euer Schwert nacher breit sein soll. Das Plastazote im Inneren der Klinge soll den Kernstab besser abpolstern, da es sehr viel härter ist als Evazote. Das Evazote außenrum soll das Plastazote abpolstern, da viele Leute meckern, daß Waffen aus reinem Plastazote viel zu hart sind. Die Schaumstoffschicht für oberhalb und unterhalb des Kernstabes sollte mindestens 5 mm dick sein, bei Waffen mit denen viel geprügelt wird, sollte sie 10 mm dick sein. Als Material würde ich Evazote verwenden, da eine Schicht aus Plastazote sich von den weicheren inneren Klingenteilen lösen würde, da Plastazote nicht so dehnbar ist wie Evazote. Die Breite der oberen und unteren Abdeckung sollte circa 50 mm bis 60 mm breit sein - wenn Ihr mit Material nicht sparen müßt, dann sollten die Abdeckungen genau so breit sein die gesamte innere Klinge inklusive Kernstab und allem drum und dran. Die Länge der Schaumstoffteile hängt von der Waffe ab und sollte circa 50 mm länger sein, als die Klinge der geplanten Waffe am Ende sein soll. Als letztes benötigt Ihr das kleine Schaumstoffteil, welches direkt vor dem Kernstab sitzt. Es besteht aus zwei Teilen, ein inneres aus Plastazote und ein äußeres aus Evazote. Beide sollten die Ausmaße 10 mm × 12 mm × 30 mm haben. Jetzt sollten die Teile zugeschnitten werden, die zur Stabilisierung und Polsterung der Spitze nötig sind. Ihr benötigt hierzu Fiberglasbänder mit 10 mm und 25 mm Breite, die es in Modellbau-Läden zu kaufen gibt. Schneidet von jeder Breite 2 circa 200 mm lange Streifen ab. Schnappt euch jetzt ein Stück circa 1 mm bis 1,5 mm starkes Leder und schneidet daraus 2 Lederstreifen mit 20 mm Breite und 100 mm Länge aus. Die Spitze wird zwar durch die Fiberglasstreifen gehalten, zum abpolstern der Spitze ist das Leder aber immer noch nötig. Momentan denke ich über ein neues Material zum Abpolstern der Spitze nach: Ein sehr dichter Polyurethan-Schaumstoff, der ungefähr so zäh ist wie Autoreifen - Das Material hätte im Gegensatz zu Leder den Vorteil, nicht zu ermüden und bessere Absorptionseigenschaften zu besitzen. Auch am Kernstab muß noch ein wenig gebastelt werden, bevor er verwendet werden kann. Verwendet eine Raspel um die Kanten abzurunden. Schnappt euch ein Paar Haushaltshandschuhe oder besser Chirurgen-Latex-Handschuhe und ein Schleifpapier und rauht den Kernstab auf. Ohne die Haushaltshandschuhe werdet ihr nach ein paar Minuten merken, warum Ihr sie besser hättet tragen sollen... Keine Angst, das Jucken und Stechen geht nach ein bis zwei Tagen wieder weg. Trag bitte eine Staubschutzmaske, denn Fiberglasstaub steht im dringenden Verdacht, Krebserregend zu sein. Beginnen wir also mal mit Bild 1: Zuerst klebt Ihr das längliche Schaumstoffstück mit den Maßen 10 mm × 12 mm × 50 mm mit einer der kleinen Seiten an die Spitze des Kernstabes. Zuerst das Plastazote-Stück und dann darauf das Evazote-Stück. Wartet immer circa 10 bis 15 Minuten, bevor ihr die Pattexflächen aufeinander klebt. Die gesamte Konstruktion sollte im Endeffekt so aussehen wie Bild 2. Sobald die Spitze befestigt ist, beginnt Ihr, die Seiten, die später in Schlagrichtung der Klinge liegen werden, mit Pattex einzustreichen. (Das sollte eigentlich die 10 mm hohe Seite sein.) Gleichzeitig könnt Ihr anfangen, die beiden 10 mm breiten und 200 mm langen Fiberglas-Streifen mit Pattex zu tränken. Wartet wieder die üblichen 10 Minuten und klebt dann sie Fiberglasstreifen seitlich auf den Kernstab und das Spitzenstück. Positioniert es so, wie auf Bild 3 gezeigt wird. (Das graue Zeugs auf der Seite soll das Fiberglas sein.) Das Fiberglas sollte mindestens 70 mm des Schaumstoffes halten. Der Rest wird am Kernstab angeklebt. Das ganze sieht im Endeffekt aus wie Bild 4. Jetzt sollte das Ganze eigentlich mindestens einige Stunden trocknen. Deswegen solltet Ihr auch immer mehrere Waffen gleichzeitig bauen. Das Trocknen ist wichtig, da euch sonst später nicht nur Probleme beim Zurecht-Schneiden der Waffe bevorstehen, sondern auch Latex-Krebs durch das Toluol (Lösungsmittel) aus dem Pattex. Bau am Besten mindestens 10 Waffen gleichzeitig, dann wird euch auch nicht langweilig. Nach einigen Stunden (Ich persönlich lasse die Sachen immer mindestens einen Tag stehen, bevor ich weitermache.) könnt Ihr damit beginnen, die Seitenteile, die Ihr zu Anfang ausgeschnitten habt, seitlich an den Kernstab zu kleben. Bevor Ihr den Klebstoff auf die Schaumstoffteile schmiert, solltet Ihr sie ein wenig mit einer Drahtbürst mißhandeln, da der Klebstoff dann besser hält. (Ich hoffe ich muß nicht extra erwähnen. das Ihr die 10 mm starke Seite des Schaumstoffes an die 10 mm starke Seite des Kernstabes klebt - und zwar der Länge nach.) Klebt zuerst die beiden Plastazote-Bänder auf und dannach die Evazote-Seitenteile. Der Ganze Vorgang sollte aussehen wie Bild 5 - Bild 6. Ihr solltet ein Endergebnis erhalten das ungefähr wie Bild 7 aussieht - wobei die Länge wohl anders sein dürfte: Die Bilder sind alle nur eine Ausschnittdarstellung des vorderen Klingenbereichs. Laßt das Ganze ein paar Minuten durchtrocknen (Ich bevorzuge hier wieder mal eine Trocknungszeit von mindestens einem Tag, aber das ist dann wohl für einige Leute zuviel der Geduld.) und streicht dann die Flächen oberhalb und unterhalb des Überganges vom Kernstab zum Spitzen-Teil breitflächig mit Pattex ein. Jetzt durchtränkt Ihr die 25 mm × 200 mm großen Fiberglasbänder mit Pattex, wartet 10 Minuten und klebt sie unter leichtem Zug auf. Das Ganze sollte dann etwa so aussehen wie Bild 8. Das ganze wiederholt ihr auf der anderen Seite der Waffe - aber erst wenn die eine Seite der Waffe ein paar Minuten Zeit hatte, um anzutrocknen. Variiert den Zug des zweiten Fiberglasbandes so, daß die Spitze sich wieder gerade richtet. Jetzt sollte die zukünftige Waffe mal wieder ein paar Stunden abtrocknen. Jetzt wird es nervig, da nur ein winziger Arbeitsschritt erfolgt und danach schon wieder ein paar Stunden gewartet werden muß. Streicht die aufgeklebten Fiberglasbänder und die Unterseiten der Lederstreifen mit Pattex ein, wartet 10 Minuten und klebt sie unter so viel Druck wie möglich zusammen - Bild 9. (Ich nehme einen Schraubstock. Dabei braucht man aber ein wenig Gefühl für das Material, da ein Schraubstock den Kernstab spielend zermalmen kann, wenn Ihr nicht aufpaßt. Am besten geeignet ist ein Schraubstock mit Blöcken aus dickem, sehr festem Filz, da der Filz zwar den Druck überträgt, aber den Kernstab und das Leder nicht ermalmen kann.) Beide Seiten sollten jetzt ungefähr aussehen wie Bild 10. Nach einigen Stunden
(oder dem obligatorischen Tag) wird das ganze auf einer Seite von Vorne
bis Hinten mit Pattex eingeschmiert. Versucht die Pattexschicht möglichst
dünn zu halten. Auch eines der seitlichen Klingenteile solltet
ihr jetzt einseitig mit Pattex einstreichen. Solltet Ihr Evazote verwenden,
schlage ich vor, daß Ihr bevor die Verarbeitung weiter geht, eine
dünne Schicht Pattex nur auf das Evazote auftragt, und diese Schicht
komplett durchtrocknen laßt. Diese Schicht soll später verhindern,
daß das Evazote den gesamten Latex wegsäuft, der eigentlich
die Schichten verkleben sollte. Mit dieser Zwei-Schicht-Methode halten
die Evazote-Schichten deutlich besser. Wartet 10 Minuten und klebt das ganze aufeinander - Bild 11 - Bild 12. Wiederholt das ganze auf der anderen Seite. Wenn die beiden Seitenabdeckungen aufgeklebt sind, solltet Ihr euere Schuhe ausziehen, den gesamten Rohling auf den Boden legen und vorsichtig entlang des Kernstabes auf dem Rohling herumtrampeln. Am Ende sollte all das aussehen wie Bild 13. Jetzt könnt Ihr das Ganze erstmal getrost in die Ecke feuern und dort 2 Tage stehen lassen, bis das gesamte Toluol aus dem Pattex ausgedampft ist. 2 Tage später, wieder mal am Basteltisch... OK, versucht die Spitze des Rohlings so zurecht zu schneiden, wie es auf Bild 14 gezeigt wird. Nehmt eine frische Cutter-Klinge und reinigt sie, damit das Öl nicht auf den Schaumstoff übertragen wird. Als Ersatz für das Öl kann man Silikon-Spray nehmen, halte ich aber nicht für nötig. Bei mir klappts auch ohne Öl oder Silikon-Öl. Das Ergebnis dieses Arbeitsschrittes sollte aussehen wie Bild 15. Nun folgt der wohl schwierigste Teil des Klingenbaues: Die Schneiden. Ich habe das große Glück, einen Bekannten zu haben, der wiederum eine Schleifmaschine hat und auch noch damit umgehen kann. Meiner Meinung nach gibt die Schleif-Methode die besten Schneiden. Die Alternative ist recht einfach: Mit einem Cutter-Messer versuchen, die Klinge in einem Zug und möglichst gerade runterzuschneiden. Naja, es gehen auch zwei Züge, aber es sieht nicht besonders toll aus. Die Spitze solle am Schluß ungefähr aussehen wie Bild 16. Eine Geschmacksfrage ist die Anbringung des Heftes. Entweder Ihr schneidet die Seitenstreifen und Auflagestreifen so, daß die Form des Heftes am unteren Ende bereits vorhanden ist, oder Ihr klebt den Heft später dran. ich klebe den Heft immer erst an wenn ich mit der Klinge fertig bin. Das ist vielleicht nicht ganz so stabil (Wobei der sogenannte "Integral-Heft" auch nicht sehr viel stabiler ist.), dafür aber viel einfacher zu reparieren, sollte der Waffe mal etwas passieren. Ausserdem erlaubt es mir, die Klinge komplett mit einer Schleifmaschine herzustellen, ohne das der Heft in die Quere kommt. Wie Ihr den Heft baut, bleibt euch überlassen. Ich verwende zwei aufeinandergeklebte Schaumstoffstreifen mit einer Breite von 30 mm, einer Dicke von 10 mm und einer Länge von 200 mm. Das Ganze sollte also im Endeffekt die Ausmaße 30 mm × 20 mm × 200 mm haben. Einfach ein Loch in die Mitte schneiden, mit Pattex einschmieren, den Teil des Kernstabes, wo der Heft sitzen wird mit Pattex einstreichen und dann den Heft auf den Kernstab schieben. Wenn das Ganze getrocket ist, könnt Ihr den Heft zurechtschneiden, wie Ihr wollt. Ich kann das alles noch genauer erklären wenn jemand will. Die kompliziertere
Version besteht aus 5 Schichten: Eine Plastazote Schicht in der Mitte,
zwei Lederschichten rechts und links davon und darauf jeweils eine Evazote-Schicht.
Das ganze sollte aussehen wie Bild 17 und
Bild 18. In die Mitte dieses Sandwich schneidet
ihr vorsichtig ein Loch durch das der Kernstab exakt durchgesteckt werden
kann (Bild 19). Jetzt schmiert ihr wie bei der primitiveren Version den Kernstab und das Ende der Klinge, dort wo die Parierstange sitzen soll, mit Pattex ein und schiebt das ebenfalls an den betreffenden Stellen eingeschmierte Sandwich über den Kernstab (Bild 20) und wartet bis der Pattex fest wird (Bild 21). Eine Alternative wäre es, erst zwei Lappen seitlich des Kernstabes anzukleben (Bild 22), darauf jeweils oben und unten einen Lederstreifen draufkleben (Bild 23) und auf diesen Lederstreifen klebt man oben und unten einen weiteren Streifen Schaumstoff, in diesem Fall Evazote, drauf (Bild 24). Fertig ist die Parierstange (Bild 25)... So, jetzt geht mir leider der Text aus um diesen Table zu füllen. Wenn jemanden noch was einfällt was unbedingt hier stehen sollte, schickt mir einfach eine E-Mail. Die Mailadresse findet ihr oben bei der Inhaltsangabe oder Ihr könnt den Mail-Button links, in der Navigation, verwenden. |
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