Mecker-SeiteSo,
Ihr wollt euch also doch mal meine Mecker-Seite ansehen. Ich habe euch
gewarnt. Ich will hier mal nicht großkotzig werden denn ehrlich
gesagt kann ich mir selber eine ganze Menge Dinge ankreiden, die ziemlich
pappnasig sind. Ich weiß das ich meine Treffer oft nicht gescheit
ausspiele und auch meistens keinen Bock habe, in den Schlamm zu Fallen,
wenn ich es eigentlich tun sollte. Das ich etwas zu hart zuschlage ist
mir auch klar. Das sind aber Sachen, die sich fast alle ankreiden können
und ich denke über diese Detail sollte man sich nicht aufregen
- es kann mir so oder so keiner erzählen, daß es irgendjemanden
gibt, der in einer Schlacht seine Trefferpunkte korrekt zählt.
Nee, worum es hier geht sind Sachen, die mich wirklich aufregen, denen
man auf Live-Rollenspielen aber immer wieder begegnet.
Saufen |
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Ich rede hier nicht von normalen Mengen Alkohol. Was auf Live-Rollenspielen
teilweise gesoffen wird, geht auf keine Kuhhaut mehr. Klingt jetzt vielleicht
lächerlich, aber da ich auf vielen Live-Rollenspielen als Sanitäter
arbeite, bekomme ich eine ganze Menge mit. Einige schwere Verletzungen
und andere Probleme wären zu vermeiden gewesen, wenn nicht derartige
Mengen Alkohol konsumiert worden wären. Den Spielern will ich hier
gar keinen Vorwurf machen - wir alle kennen die Stimmung in den Tavernen
und wissen, das diese ziemlich mitreissend ist. (Alle trinken - ich
auch...) Mein eigentlicher Vorwurf geht an die Wirte. Auch als Live-Wirt
sollte man darauf achten, wer wieviel Alkohol bekommt - und die Leute
auch irgendwann nach Hause schicken. Wenn Ihr Wirte erstmal eine oder
zwei Nächte neben einer Horde sinnlos Besoffener wachbleiben müßt,
dann könnt ihr euch bestimmt vorstellen, wie lustig es ist wenn
jemand beinahe an seinem eigenen Erbrochenen erstickt... |
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Nehmen wir mal das durchschnittliche LARP-Event. In den meisten Fällen trifft man auf jedem Live-Rollenspiel einen von diesen Leuten, die diesen "genialen" Mittelalter-Schinken "Flesh and Blood" gesehen haben - und Ihren Charakter nach diesem Film aufgebaut haben. Das bedeutet ungefähr soviel wie: mein Charakter ist ein MTK (Mächtig toller Krieger), er säuft, rauft und ist generell ein toller Kerl, den alle bestaunen müssen. Ausserdem hat er ein nettes Hobby: Schänden (meist trifft es weibliche NSCs). Für die Leute, die den Film tatsächlich noch nicht kennen, hier eine Kurzzusammenfassung: Söldner arbeiten für Arnulfini (ich glaube so hieß der Kerl) - Söldner erobern und plündern Stadt - Arnulfini will Stadt ungeplündert haben - Arnulfini läßt Söldner aus der Stadt treiben und ein paar aufhängen - Anführer von kleiner Söldnertruppe verliert Sohn durch Vertreibung - Anführer ist stinksauer - Anführer schwört Rache - Anführer kriegt Braut von Sohn von Arnulfini in die Finger - Anführer vergewaltigt Braut - Braut findet das toll - Braut verliebt sich in Anführer - Arnulfini ist stinksauer - Arnulfinis Sohn ist stinksauer - beide schwören Rache - Söldneranführer findet wegen Pest fast verlassene Burg - Anführer nistet sich samt Truppe ein - längere Sequenzen mit sozialer Interaktion der Söldnertruppe (Prügeln, Essen (?), Baden, Schänden, usw.) - Arnulfini rückt an - Arnulfini erobert Burg - alle Söldner bis auf Anführer sterben - Anführer haut ab - Sohn von Arnulfini kriegt Braut - Braut erinnert sich sehnsüchtig an Söldneranführer... Jetzt mal zwei Punkte, die zwar hintereinander kommen, aber gleich wichtig sind:
Aber was rede ich eigentlich? Ich dachte eigentlich immer, daß der eigene Spaß da aufhört, wo der des oder der Anderen anfängt. Vergewaltigung ist kein Spaß mehr. Wenn es zu eueren Phantasien gehört, behaltet sie für euch. Die Mädels im Live finden es bestimmt nicht besonders lustig, wenn Ihr sie mit eueren Bedürfnissen nervt. |
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Oh Leute, ich habe schon eine Menge üble Verletzungen gesehen - ein paar davon von Menschenhand verursacht - aber das, was sich einige Leute im Live so einfallen lassen, um ihre Gefangenen zu verhören, klingt schlimmer als alles, was normale, medizinische Lehrbücher über Folteropfer hergeben. Um mal ein Beispiel zu bringen, möchte ich mal an Frühjahrs-Offensive erinnern. Irgendwann hatte eine Truppe (Wer, sage ich hier nicht.) einige Spieler aus dem anderen Lager gefangen genommen. Um nun wichtige Informationen aus ihnen raus zu bekommen, kam was kommen mußte: Die Folter. Ich habe die Sache zum Glück nicht ausgespielt miterlebt sondern nur vom Folterknecht später als eine Art "5-Uhr-Tee-Gespräch" ziemlich nebenbei serviert bekommen. Das lautete dann ungefähr so: Also zuerst haben wir der Gefangenen die Nase geöffnet (Nasenflügel weggeschnitten und Nasenscheidewand entfernt.), danach haben haben wir die Augenlider abgeschnitten und die Lippen zugenäht. Am Schluß haben wir sie an die Dunkelelfen ausgeliefert, damit die auch noch ihren Spaß haben können. Muß ich das echt kommentieren? Sagt mal Leute, wie
kommt Ihr auf solche Sachen? Wie kann ein normal veranlagter Mensch
auf die Idee kommen, jemanden die Nase abzuschneiden und Augenlieder
zu entfernen. Ich kann Horrorfilme nicht ausstehen, aber scheinbar kann
man sich darin einige "gute" Anregungen holen. Die Vorstellung
einer solchen Folter reicht vollkommen, um mir eine Gänsehaut zu
verpassen. Bin ich damit ein Weichei? Ich finde Ihr solltet mal wirklich
versuchen, euch genau vorzustellen, wie ein Opfer einer solchen Folter
leiden würde - vor, während und nach der Folter. Stellt es
euch einfach mal vor. Ach übrigens: Wenn jetzt jemand sagt: "Mal wieder die Dunklen, die hier Mist bauen..." Das Argument kann ich schnell entkräften indem ich mal kurz auf Summerslaughter vor ein paar Jahren hinweise: Da haben ein paar von den Guten (auch in diesem Fall, keine Namen) einen Dunkelelf erwischt. Nachdem man ihm sämtliche Sehnen durchgeschnitten hatte, gab man ihm einen Dolch und meinte, na mein Junge, nun lauf mal zurück zu deinem Lager... Finde ich auch kein bisschen besser. Wenn Ihr findet das solche Sachen zum guten und konsequenten Rollenspiel gehört, viel Spaß wenn es mal euren Charakter erwischt. Ich für meinen Teil habe weder vor jemanden sowas anzutun, nach habe ich Lust, selber sowas abzubekommen. Wie ich oben schon erwähnt habe: Stellt euch einfach mal vor, wie diese Sache real aussehen würde und ob euere Charaktere tatsächlich so entmenschlicht sind, daß sie sich an sowas erfreuen. (Hat man eigentlich irgendwie gemerkt, daß mich dieses Thema in Rage bringt?) |
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Fast alle von uns kennen die Geschichte: Krieger können Magier nicht ausstehen und Magier halten Krieger für dumme Barbaren die nicht gleichzeitig gehen und denken können. Das ist im Live-Rollenspiel etwas vollkommen normales und ich habe absolut nichts dagegen einzuwenden. Ich habe allerdings was dagegen einzuwenden, wenn manche Leute vergessen wo das Live endet und die Realität beginnt. Gibt's nicht! - Ha, meint Ihr. Ich habe es neulich tatsächlich geschafft, in einem vollkommen sinnlosen Streit zu landen, der darin gründete, daß der Spieler (nicht der Charakter, der Spieler) ein Problem mit Magieren hat, die ihn, wie er sagt, mit ihren ewigen Ritualen nerven. Tja Leute, Live-Rollenspiel ist ein psychologischer Extremsport - und wie bei allen Extremsportarten gibt es hier eine Regel: Wenn Ihr nicht damit zurecht kommt - HÖRT AUF DAMIT! Sobald Ihr merkt, das Ihr im realen Leben anfangt Magier (oder Krieger oder Orks oder sonstwas aus dem Live-Rollenspiel) zu hassen, solltet Ihr euch einen guten Psychologen suchen. Ich persönlich hasse MTKs (Mächtig tolle Krieger) die den ganzen Tag damit verbringen, Loblieder auf sich selber zu singen, zu saufen und dann im halb bis dreiviertel besoffenen Zustand Leute anzupöbeln oder viel zu hart mit ihren Waffen rumzuprügeln. (Fühlt sich jemand angesprochen?) - Allerdings bezieht sich diese nicht gerade geringe Abneigung auf die Spieler dieser MTKs (MTK ist für mich ein Spielertypus, kein Charaktertypus.). Warum ich das hier erwähne? Ganz einfach: Meistens kommt diese Art von Ärger aus der MTK-Ecke. Um hier mal was klarzustellen: natürlich gibt es jede Menge FMMs (Furchtbar mächtige Magier), die mit ihrem Ritualwahn das gesamte restliche Rollenspiel stören. Dazu gehört aber auch eine SL, die den Magieren nicht genug Möglichkeiten gibt, sich anderweitig zu beschäftigen. Wenn ich dann solche dämlichen Sprüche höre wie; "Unsere SL hat entschieden, das jedes Ritual grundsätzlich erstmal fehlschlägt, außer der Magier kann uns irgendwie von was anderem überzeugen.", muß ich ehrlich sagen: Leute, nicht die Magier sind das Problem, das Problem seid Ihr selber, weil Ihr erstens vergessen habt, das Magier auch nur Spieler sind, die beschäftigt werden wollen - und zweitens: Fasst euch erstmal an die eigene Nase, was Ihr selber so alles verbockt, was man aus der Sicht eines Magiers als pappnasig betrachten könnte. (Ich sage da nur: Wege des Kriegers - Kraft: 4 Punkte Schaden pro Schlag. Dies und andere Sachen, die dann mehr in Richtung "an den Haaren herbeigezogene Magieresistenz" gehen, hört man ziemlich häufig von MTKs...) So, ich denke jetzt habe ich genug auf die Krieger geprügelt, um mal in Richtung Magier auszutreten: Zwar hat derjenige, den ich oben erwähnte nach meiner Meinung ein ernstes Problem, aber zumindest im Rahmen des Spieles hat er recht. Es gibt tatsächlich Magier, deren Macht und Ritualwut nerven. Wenn ich daran denke, was manchmal für Rituale ausgeführt werden, ist das wirklich zuviel. Wegen jedem Scheiß ein Ritual: Du bist in einer Burg gefangen, die von Monstern umstellt ist? Klarer Fall für das Teleportier-mich-nach-Hause-Ritual. Dir ist langweilig und du hast nichts zu tun? Na denn beschwören wir uns halt einen Sukkubus. Du bist im Kampf hoffnungslos unterlegen? (Das solltest Du als Magier übrigens sein!) Dann beschwört man sich halt einen Kampfdämon, der alles wieder ausgleicht oder zaubert sich selber diese tolle 20 Punkte Rüstung, die regeltechnisch möglich ist. (OK, ich gebs zu, ich habe mir selber mal einen 12 Punkte Schild beschworen... Aus heutiger Sicht hinterläßt das einen sehr schalen Nachgeschmack.) Naja, und da wäre natürlich auch noch die allseits beliebte Wiederbelebung. Wenn man erstmal erlebt hat, wie ein Elementarmagier, der normalerweise mit Feuerbällen um sich schmeißt, zu einem Heilmagier mutiert, der ein Wiederbelebungsritual ausrichtet, kann man an diesen Ultimativ-ich-kann-Alles-Charakteren schon verzweifeln. Das Einzige, was ich an diesen Magieren sympathischer finde als an den MTKs, ist die Tatsache, das sie die andere Seite im realen Leben wesentlich weniger Verachten, meist weniger Saufen und meist weniger Machowahn zeigen. Also, um mal zum Schluß zu kommen: Solange Ihr dieses Problem ausspielt ist es wirklich kein Problem, auch wenn es langsam etwas stereotyp wird, wenn alle einander verachten und das alte Magier-Krieger-Spiel spielen. Wenn Ihr aber anfangt das Ganze auch real zu leben, solltet Ihr mit dem Live-Rollenspiel aufhören! |
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Wie soll ich es jetzt ausdrücken, ohne die halbe deutsche LIVE-Gemeinde dazu zu bringen, ein Kopfgeld auf mich auszusetzen? OK, Schocktherapie-Outing: Ich spiele einen Dunkles Reich-Charakter. Schrecklich, nicht wahr. Ich verdiene es wirklich verachtet zu werden. Schlagt mich, tretet mich, gebt mir schmutzige Straßennamen... Klingt übertrieben? Nicht wirklich. Es gibt leider
in letzter Zeit eine Menge Leute im Deutschen LIVE, die nicht mehr ganz
zwischen In- und OutTime unterscheiden können. Ach was war das
lustig als die Spieler (Die Spieler, nicht die Charaktere) des Dunklen
Reiches auf der Zusammenkunft der Reiche als "Faschisten"
beschimpft wurden. (Ach ja, ein Tip für den Typen, der das nachher
als InTime Beleidigung abtun wollte: Das Wort "Faschist" ist
nicht gerade InTime-tauglich.). Nun kann man sowas für einen Einzelfall
halten, ist es aber nicht. Einige Leute sind in der Zwischenzeit ziemlich
bekannt dafür, daß sie Charaktere aus dem Dunklen Reich spielen.
Nun in letzter Zeit gibt es immer mehr Leute, die nicht bereit sind,
mit diesen "Dunklen" zusammen zu spielen, auch wenn diese
mit ganz anderen Charakteren auf dem entsprechenden Con sind. Ich gebe durchaus zu, daß es unter den "Dunklen" ein oder zwei schwarze Schafe gibt, die mit ihrem Verhalten aber nicht nur die "Lichtlinge" nerven, sondern auch eine ganze Menge "Dunkle". Aber die paar Nervensägen sind wirklich kein Grund, alle Leute zu verachten, die dunkle Charaktere spielen. Abgesehen davon, gerade unter den "Lichtlingen" gibt es einige Spezialisten, deren Hintergrundstory und Spielweise der des Dunklen Reiches nicht unähnlich ist - nur das diese Leute nicht den Mut besitzen, sich offen gegen den Rest der Mittellande zu stellen. Aber was versuche ich überhaupt das ganze zu rechtfertigen? Ist doch idiotisch genug. Ich bin bestimmt kein Faschist und ich habe es nicht nötig mich von Idioten, die nicht zwischen Charakter-Rolle und Spieler unterscheiden können, als solcher beschimpfen zu lassen. Aus diesem Grund ein möglichst unfreundliches "Rutscht mir den Buckel runter !" an alle, die der Meinung sind, sie müßten hoch-psychologisch daher polemisieren. Vielleicht solltet Ihr euch mal die ersten drei Seiten des Dunklen Playerguides durchlesen - vor allem das, was dort unter "Dunkles Reich und die Realität" steht. Allerdings gibt es auch eine oder zwei Sachen, die ich
am Dunklen Reich auszusetzen habe: Ich selber habe angefangen einen
dunklen Charakter zu spielen, weil ich eine Menge Bekannte habe, die
dunkle Charaktere spielen. Ich habe damit vor ein paar Jahren, auf Summerslaughter,
angefangen. Damals gab es noch relativ wenige Spieler in der Kerntruppe
des Dunklen Reiches. Heute sind es eine ganze Menge mehr - und das war
nicht unbedingt positiv. Aus der kleinen Gemeinschaft des Dunklen Reiches
wurde eine relativ große Hierarchie von katzbuckelnden und nach
unten tretenden Leuten, die nichts anderes zu tun hatten, als die Karriereleiter
des Dunklen Reiches raufzufallen oder zu -liegen. Wenn ich so auf die
Anfänge zurückschaue hat sich das Ganze nicht unbedingt zum
Positiven entwickelt. Auch die Entwicklung der Hintergrund-Story des
Dunklen Reiches ist nicht gerade positiv gewesen. Ich habe meine Meinung
dazu schon mindestens hundert mal kund getan, ich sage es aber gerne
noch mal: Ich finde den Hintergrund weder besonders toll (Die Taskarer
waren viel lustiger als Gegner - und man konnte sie wenigstens respektieren.)
noch finde ich den Hintergrund besonders logisch. Mein Haupt-Kritikpunkt
it ganz einfach: Das Dunkle Reich ist ein fundamentalistischer Kirchenstaat.
Man könnte es mit dem Iran oder einigen anderen Staaten des Nahen
Ostens gleichsetzen. Aber selbst in diesen Staaten gibt es Gemäßigte
oder sogar Widerstands-Gruppen. Nicht so im Dunklen Reich. nein, wir
sind alle religiöse Fanatiker. Ein "Dunkler" muß
ein Fanatiker sein, es geht ja nicht anders - laut Spielerhandbuch.
(Im Gegenteil, es gibt nur noch fanatischere Gruppen, keine gemäßigten
Gruppen.). Zum Glück spielen die meisten Spieler des Dunklen Reiches
das nicht wirklich aus. Darum, mein ewiges Gejammer noch einmal: Bitte
bastelt in das nächste Spielerhandbuch des Dunklen Reiches auch
mal was Gemäßigtes rein. Nicht wieder nur noch fanatischere
Gruppen. |
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Appell, Appell. Appell... um 8.00 Uhr morgens, um 10.00 Uhr morgens
und weil es gerade Spaß macht nochmal um 12.00 Uhr Mittags. Oh,
ich habe vergessen zu sagen, das Ganze natürlich da, wo die Sonne
am meisten brennt und ohne was zu trinken. Und die, die bis 6 Uhr morgens
Wache stehen mußten, sollen natürlich auch antreten, sie
können sich ja später wieder hinlegen... bis zum nächsten
Appell. Dann kommt natürlich das Training (auch in der prallen
Sonne...) und so weiter... Das ganze Programm, was man in schlechten
Militärfilmen so sieht. P.S.: Noch ein Tip. Euere Soldaten benötigen auch manchmal ein paar Minuten Freizeit. Dann sind sie viel zugänglicher und vielleicht sogar auch noch motiviert. Zumindest sind sie bestimmt motivierter als wenn sie im Stundentakt irgendwelchen Reden lauschen dürfen. Andererseits ist es eine gute Methode die Scouts zu motivieren. Bevor ich mir vier oder fünf mal den selben Sermon anhöre, renne ich lieber durch den Wald und habe meine Ruhe. |
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Ja, da war es, das »Drachenfest«. Und neugierig
waren wir. Ja, alle Lager wollten wir uns ansehen und alle Leute natürlich
auch. Tja, war nur leider nichts - die ganze Sightseeing-Tour scheiterte
an einem typischen LARP-Phänomen: Nimm eine Gruppe von 10 Leuten
innerhalb einer Gruppe von 60 Leuten und gib ihnen die Chance eine Palisade
zu errichten. In nur wenigen Minuten wird an der Palisade eine Torwache
stehen, die jede isrealische Straßensperren am Rande eines Palästinenser-Gebietes
wie die erste Klasse im Kindergarten aussehen lassen. Innerhalb der
Palisade redet man sich so in Paranoia, daß man auf alles Fremde
sofort aggressiv reagiert und es am besten gleich mal prophylaktisch
umlegt. Auf den meisten Cons ist dieses Phänomen nicht besonders
störend, da sich eh niemand um die Paranoia-Truppe schert - aber
auf Drachenfest war es wirklich nervig. Versteht mich nicht falsch:
Sowas kann zum Spiel beitragen - wenn es einen gewissen Grad nicht übersteigt.
Aber auf Drachenfest war es wirklich viel zu viel. |